Taylorreihen zurück
Notwendige
Bedingung für
die Konvergenz
der Taylorreihe
gegen die Funktion:

Die Taylorreihe
muß konvergieren,
d.h. sie darf
nicht divergieren
a-absatz.pcx (280 Byte) Worum geht es
Eine notwendige Bedingung dafür, dass eine Funktion f durch eine Reihe ausgedrückt
werden kann, ist die Konvergenz der Reihe im Definitionsbereich der Funktion.
  
a-absatz.pcx (280 Byte) Beispiel
Die Taylorreihe der Funktion f(x)=1/(1–x) hat den Konvergenzbereich (–1,1), den man
mit den üblichen Test berechnen kann. Außerhalb dieses Bereichs divergiert die Taylorreihe
für n gegen Unendlich, d.h. sie schießt wie eine Rakete ins Unendliche bzw fällt ins Unendliche.

Daher kann die Tayorreihe nur innerhalb ihres Konvergenzbereichs die Funktion f(x) darstellen,
denn wenn die Funktion ins Unendliche geht, kann sie nicht gleichzeitig mit einer endlichen Funktion übereinstimmen.

Daher wird außerhalb des Konvergenzbereichs (–1,1) die Approximation sogar schlechter,
wenn die  Anzahl der Glieder größer wird, denn je mehr Glieder die Taylorreihe hat, desto
eher divergiert sich nach oben bzw. unten ins Unendliche, sobald man den Konvergenzbereich verläßt.

Die folgende Animation zeigt den Sachverhalt (Die Animation erhöht jede Sekunde die Anzahl der Glieder):


    
a-absatz.pcx (280 Byte) Hinweis: Die Bedingung ist notwendig aber nicht hinreichend
Man beachte: Die Konvergenz der Taylorreihe in dem Bereich, in dem sie die Funktion darstellen soll,
ist eine notwendige aber keine hinreichende Bedingung für die Konvergenz der Taylorreihe gegen die Funktion:

  Es gibt nämlich (wenn auch selten) Funktionen, deren
  Taylorreihe zwar konvergiert, aber nicht gegen die Funktion. 


Das klassische Beispiel stammt von Cauchy, und ist in jedem Lehrbuch zu finden:
   

Entwickelt man zur Funktion f (roter Graph) die zugehörige Taylorreihe (blau) an der
Entwicklungsstelle x=0  dann konvergiert die Taylorreihe, aber nicht gegen die Funktion,
sondern gegen die Null (Nullfunktion). Genauer gesagt: Die Taylorreihe (blau)
der Funktion f (rot) konvergiert nur an der Stelle x=0 gegen die Funktion f:

Der Graph der Funktion (rot) verläuft nämlich so flach um Ursprung, dass alle Ableitungen
an der Stelle x=0 zu Null werden (der exakte Beweis wird hier übergangen).
Daher lautet die Taylor-Serie mit der Entwicklungsstelle x=0:



Und daher ist die Taylorreihe von f die Nullfunktion (wenn man sie an der Stelle x=0 entwickelt).