(c) Josef Raddy

Taylorpolynome zurück   
Fehler an der
Stelle x=5 bei der
Approximation
der Funktion
f(x)=e0.5x durch
ein Taylorpolynom
2. Grades mit der
Entwicklungsstelle
xe=e

(e=Eulersche Zahl)
a-absatz.pcx (280 Byte) Aufgabe
Es soll der Fehler abgeschätzt werden, der an der Stelle x=5 auftritt,
wenn die Funktion f(x)=e0.5x durch ein Taylorpolynom 2.Grades
approximiert würde, und man als Entwicklungsstelle xe=e wählt
(e ist die Eulersche Zahl, also ungefähr 2.718).
    
Die Formel für die Fehlerabschätzung lautete:

Die Entwicklungsstelle xe ist gleich e (e=Eulersche Zahl≈2.7182818):

Gesucht ist der Fehler an der Stelle x=5,
also müssen wir für x die Zahl 5 einsetzen:

Da das Taylorpolynom vom Grad 2 sein soll,
müssen wir für n die Zahl 2 einsetzen:

Den Nenner und die Klammer kann man ausrechnen:

Als nächstes bestimmen wir die 3.Ableitung der Funktion f, also die
3.Ableitung der Funktion f(x)=e0.5x. Durch Anwendung der Kettenregel bei
jedem Differenzieren erhalten wir f '''(x)=0.125·e0.5x . Einsetzen in die Formel ergibt:

Nun fehlt nur noch der Maximalwert M, den die Ableitungsfunktion |0.125·e0.5x|
im Intervall [e,5] annehmen kann. Weil die natürliche Exponentialfunktion streng
monoton steigend ist, wird der größte Wert bei x=5 erreicht, und deshalb
müssen wir x durch 5 ersetzen:

Die rechte Seite der Ungleichung ausrechnen ergibt (gerundet):

Im Bild unten erkennt man, dass der tatsächliche Fehler an der Stelle x=5
nur ungefähr 1 Einheit beträgt. Der tatsächliche Fehler ist also nur 1/3 so groß,
wie unsere Schätzung R2(5,e)<3.015. Aber wie schon öfter gesagt, kann
man mit der Formel den Fehler nur grob abschätzen, aber nicht berechnen: